Flaneure reisen, also reise ich

1. Die Reise als Postkarten-Shop

 

 

Betritt man eines der fünf Cinque-Terre-Dörfer in Ligurien, befindet man sich in einer Ansichtskarte. Jeder Winkel, jede der dunklen Gassen und Hintern-stählender Treppenwege könnte ein Motiv sein, denn ihre  Schönheit geht an die Grenze des Kitsches.

Wie Muscheln in einen Felsen im Meer haben sich die schiefen Häuser ins Tal geheftet, das sie schützt wie eine weinbewachsene Wiege. So kletten sich die gelben Bauten in die raue Landschaft, als wären sie schon immer da gewesen.

Die Türen der windschiefen Fischer-Paläste zieren Löwenköpfe aus Messing und werden durch ornamentale Halbkreise gekrönt. Frische Wäsche bewegt sich vor den Holz-Fensterläden im Wind hin und her. Und dieser Wind ist so angenehm lauwarm, dass man darin einschlafen könnte.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s